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Heißes Klima,
grüne Wüste
(Die Woche)
Im August 1988 registriert die Messstation in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum innerhalb weniger Stunden die doppelte Menge des durchschnittlichen Jahresniederschlags. Die staubige Nil-Metropole ertrinkt im Regen. Auf den rissigen Böden der Umgebung stehen noch Wochen später ausgedehnte Seen, in den Dörfern zerbröckeln die Lehmhäuser. Seither häufen sich die "Jahrhundertregen" und mit ihnen die Überschwemmungen.
Trotzdem sind die in unregelmäßigen Abständen wiederkehrenden Niederschläge für die Menschen im Randgebiet der Ostsahara vor allem ein Grund zur Hoffnung: Denn der ungewöhnliche Wassersegen tränkt eine der trockensten Zonen der Erde. Ägypten und Sudan hängen am Tropf des Nils, und in Libyen sprudelt das Erdöl. Der Verteilungskampf der Wüstenstaaten um die Ressource Wasser wird immer härter. Könnte diese Situation bald der Vergangenheit angehören?
Riesige, lange Zeit ausgedörrte Flächen tragen plötzlich mehrere Hirseernten pro Jahr. Hirtennomaden finden Nahrung für ihre Herden, wo vorher kein Halm stand. Sogar mitten in der Wüste lassen wiederholte Regenfälle Gras und meterhohe, üppig blühende Büsche wachsen. Wird die Sahara wieder grün?

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