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Der stumpfe Glanz
des grünen Goldes
(FAZ)
Die Pflanzung wirkt verlassen - kilometerweit keine Menschen, nur Baumreihen. Matt spiegelt sich die Sonne in den wächsernen Blättern der Orangenbäume Am Boden schießt das Unkraut. Unvermutet führt der holprige Weg durch ein großes Tor auf einen riesigen Platz mit dürrem Stoppelgras. Die Szenerie gleicht in ihrem romantischen Verfall einer vergilbten Photographie: dort das lang gestreckte Herrenhaus mit großzügiger, doppelstöckiger Arkadenfront; weiter hinten eine Zisterne mit Pumpstation und die Gesindehäuser; links, von einer lockeren Baumreihe halb verdeckt, die Kirche und der Schornstein der Fabrikanlage. Überall abblätternder Putz, eingestürzte Mauern, Rost und Risse. Das feudale Herz der einstigen Zuckerrohrplantage Tabi schlägt schon lange nicht mehr.
Die Halbinsel Yucatán, die heute den Südosten Mexikos ausmacht sowie Belize und das guatemaltekische Tiefland umfasst, ist berühmt für ihre antiken Mayastädte. In der Umgebung Méridas, Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Yucatán harrt daneben noch eine ganz andere Ruinengattung ihrer Entdeckung: die Überreste ehemals prunkvoller Haciendas ...

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